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  • Interessengemeinschaft ehemaliger Klausheidekinder. Unser Motto: "Wer sich seiner eigenen Kindheit nicht mehr deutlich erinnert, ist ein schlechter Erzieher." Marie von Ebner-Eschenbach

Über diesen Blog

  • Salvatorkolleg Klausheide Leidensdoku/Retrospektive1950-1971
  • : Salvatorkolleg Klausheide Leidensdoku/Retrospektive1950-1971
  • : Dieser Blog ist all denen gewidmet, die sich in der erbärmlichen Folterhölle des Salvator Kollegs Klausheide in den Jahren 1950 - 1971 aufhalten mussten. Jeder Betroffene kann hier eigene Leidensgeschichte beschreiben. a)Zu anstehenden ungenügenden Entschädigungen b)Zur Rentenzuschlägen im Sinne des Rentenausgleichs c)Und zu weiteren Vorschlägen zur Entschädigungsart für die durchlittene Zeit in Klausheide. Hinweis: Jeder muss für seinen Artikel und Beitrag selber haften.
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Über den Künstler Peter Noll

 

 

AIbEiAIAAABECKqyrvuE7fuf-wEiC3ZjYXJkX3Bob3RvKigyMDJlYzg2Yj.jpeg  Peter-Reinhard Noll  

Freischaffender Künstler für Leinwand, Keramik & Wandmalerei 


Der Künstler Peter-Reinhard Noll lebt im westfälischen Ochtrup/Osterburg und ist in vielen künstlerischen Bereichen tätig. Der ausserordentlich begabte Künstler besitzt unglaubliche Fertigkeiten,Talente, Befähigungen und meisterliches Können. 

 

Werke des Künstlers finden sie hier:

 

http://nollart.de/galleries.php    http://picasaweb.google.com/malereinoll/Kunst


Peter Noll war in den 1960ger Jahren im Salvator Kolleg Klausheide und zählt zu den Opfern jener Zeit die in dieser Folterstätte Schlimmes durchleben mussten. Bis heute hat Peter Noll diese Zeit nicht vergessen und Erinnerungen an die schlimme Zeit quälen ihn noch heute. In vielen "Expositionen" zeigte Peter Noll Exponate  künstlerischer Aufarbeitung seiner  schmerzhaften Vergangenheit.  Einige seiner Bilder sind hier sehen.  Einen herzliche Dank dafür an Peter Reinhard Noll.  

 

 


 Zoelibat oder - Der Seelenzerstörer

 

Ein Denkmal für den Heimzögling oder Die Strafe -Kopie-1

 

 

 

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Das Heimkind -" Denk-mal" für den "Heimzögling" oder "die Bestrafung durch Päderasten" (80x100cm.Öl-Leinen-2009) Das Motiv ist entstanden aus dem Trauma einer viereinhalb Jahre andauernden Internierung in einem Kloster nahe Paderborn, dem Salvatorkolleg Klausheide. Die dargestellte Bestrafung des Verantwortlichen (Pater der Herzens - Vincenz) der auf seiner "Lebensspur" massenhaft seelische Krüppel zurück ließ, wäre für mich und vielen meiner Mit internierten ein Augenschmaus gewesen. Leider wurde uns diese Rache nie zuteil Im Gegenteil. Dieser widerliche Pater bekam für seine pädokriminellen-sexuellen Straftaten sogar noch das Bundesverdienstkreuz am Bande!!! Über Kommentare zu diesem Blog  würde ich mich freuen. Natürlich negative wie positive.

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Dokumente Salvatorkolleg

Drecksack Metten 1    Jugendamtsleiter Lehmkuhl zum Thema Klausheide Klausheide Bericht-Kopie-1

 

 

  Spring Holiday 001001 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  Spring Holiday 001

 

 

 

 

ehemalige Erzieher schreiben an NW

Salvatorkolleg Klausheide

 


 
Sunday, 25. september 2011 7 25 /09 /Sept. /2011 14:27

Treffen einiger Klausheidekinder im Juni 2011 in Rheine ... (Dabei: Wolfgang Heider, Peter Rüth, Rüdiger Eilebrecht, Ingo Eichhof, Peter Noll, Ralf Liebetruth)


 

Mein herzlichster Dank an alle die es geschafft hatten zu treffen um gemeinsam die spannenden Tage zu verleben.

Mein allerherzlichster Dank an W. Heider der alle Teilnehmer bewirtet und in seinen Wigwam einlud zu feiern.

Besondere Grüße nach San VITO (Sardinien) zu Dieter Matthias Henkemeier  der nicht bei uns sondern nur online dabei sein konnte. Alles Gute nach Sardinen Dieter. Grüße an Frau und Kinder.

LG P.

 

 

 

 

Hurra der Papst ist da ..

Nur den Missbrauchten durch der  Kirche Geistlichen kommt er nicht nah (!) Schwadroniert von guten und bösen Fischen ..
*BLABLABLA*

Unfassbar - Ihm tun nur die bösen bösen Kleriker leid ..

NUR indirekt bezieht er sich auf die Missbrauchsfälle, wehrt aber auch ab. Seine Stimme ist leise. Er spricht von der leidvollen Erfahrung, «dass es in der Kirche gute und schlechte Fische, Weizen und Unkraut gibt». Er warnt aber auch, dass «der Blick auf das Negative fixiert bleibt» und sich somit der Blick für «das große und schöne Mysterium der Kirche» nicht mehr erschließe. Kein Wort an die ehemalige von Priestern und Patern sexuell missbrauchten Menschen. *Pfui und nochmals Pfui"




 

 

Ralf Liebethrut erklärt einer Journalistin warum Katholen nie wieder Kinder erziehen sollten. Über den Salvatorkolleg Klausheide in den 1960er Jahren.

 

In meinen Augen ist es ein Skandal wie mit Missbrauch ehemaliger Kollegschüler des Salvatorkollegs Klausheide tiefgestapelt und unter der Decke gehalten wird. Auch – wie mit den Opfern umgegangen wird.

Allein, dass sich dieser „Bischof MIXA“ in Freiburg unter die Bischöfe mischen durfte ist ein Skandal. Und auch, dass der sex. Missbrauch an ehemaliger Kolleg-, Klosterschüler und Heimkinder und kleingehalten werden sollte. Dazu kein Wort vom Ratzinger. Die Kurie wacht offenbar streng über den Frontmann des „OPUS DEI“

Das belegt die Tatsache, dass von ganz oben der ARD und dem ZDF „befohlen“ wurde, während des Papstbesuches im „Fragment-Staat BRD“,  jedwede Berichterstattung über der sexuellen Missbrauch an Kolleg und Klosterschülern in den 60er Jahren zu unterlassen.

Deshalb ist auch dem Unsinn dieses Papstes -(sinngemäß) Man solle sich jetzt nicht so viel um den vergangenen Missbrauch kümmern sondern um zukünftige Prävention? Die Kirche wolle alles tun solche Täter zu bestrafen. Bestrafen? Offensichtlich soll die Hunde den Wurstvorrat bewachen.

Dazu: Einer der Salvator Ordensbruderschaft sitzt in einer Luxus-Altenheim zu Berlin und fristet - mit sehr hoher Rente bestückt und allen Annehmlichkeiten - sein Rentendasein. Nebenbei wurde er auch noch für den Missbrauch seiner Schutzbefohlenen mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet.

Ein Schlag ins Gesicht sind die 5000 Euro die jedem geschundenen Heimkind gezahlt werden sollen – frei nach Motto: „Hier habt ihr  – und nun haltet endlich die Klappe. Das ist es was man dem Besuch des Papstes und seinen Worten zum Missbrauch entnehmen konnte.

Und ob es stimmt, dass sich der Vatikan-Politiker Benediktus mit Missbrauchsopfern traf ist zumindest anzuzweifeln:

 

Hat er sich aber tatsächlich mit ehemaligen Heimkindern getroffen dar die Frage erlaubt sein, nach welchen Kriterien dort die Betroffenen ausgesucht wurden. Waren es jene die wenig bis gar kein Geld von der Kirche beantragten oder waren es die – die vom päpstlichen Geld-Zuschlag erfuhren?

Allein die Begrifflichkeit  der Papst traf "Handverlesene Missbrauchsopfer"  .. Oh je .. herr Jemineeee.


ai untersucht Fälle in Irland.

Missbrauch kommt Folter gleich!

In kirchlichen Kinderheimen in Irland hatte der Missbrauch der Kinder System. Das Wissen um den Missbrauch war weit verbreitet, dennoch wurde geschwiegen. Amnesty International stuft viele der Übergriffe als systematische Folter ein.


Amnesty International hat in einer Untersuchung zum Kindesmissbrauch durch katholische Geistliche in Irland zahlreiche Fälle als Folter und menschenunwürdige Behandlung eingestuft. "Kinder wurden gequält und brutal behandelt, sie wurden geschlagen, mussten hungern und wurden misshandelt", sagte Colm O'Gorman von Amnesty International Irland bei der Vorstellung eines Berichts.

Dies gelte unter dem Gesichtspunkt der international gültigen Menschenrechte als Folter, fügte O'Gorman, selbst ein Missbrauchsopfer, hinzu. Der Missbrauch zehntausender Kinder sei das "vielleicht größte Versagen in Menschenrechtsfragen in der Geschichte des Staates".

Gesellschaft war blind

Die Untersuchung der Menschenrechtsorganisation, die von der irischen Kinder- und Jugendministerin Frances Fitzgerald initiiert wurde, stützt sich auf mehrere in jüngster Zeit veröffentlichte Berichte zu Missbrauchsfällen in Irland. Eine gleichzeitig von Amnesty International angestrengte Umfrage ergab zudem, dass 85 Prozent der Iren auch die irische Gesellschaft in der Verantwortung für die Missbrauchsfälle sehen. "Dieser Missbrauch ist nicht deshalb geschehen, weil wir nichts davon wussten, sondern weil viele Menschen in der Gesellschaft blind gegenüber diesen Taten waren", sagte O'Gorman.

Das sehr katholische Irland war in den vergangenen Jahren wiederholt von Berichten erschüttert worden, wonach katholische Würdenträger jahrzehntelang Vergewaltigungen und Misshandlungen von Minderjährigen vertuschten. Nach der Veröffentlichung des sogenannten Cloyne-Reports im Juli über Missbrauch in der gleichnamigen südirischen Diözese räumte der Vatikan Fehler im Umgang mit den Fällen ein.

Letzte Chance für Entschädigung

Zuletzt haben noch einmal rund 3.000 Opfer von Missbrauch in staatlichen Einrichtungen Anträge auf Entschädigung eingereicht. Hintergrund ist nach einem Bericht der "Irish Times" die Entscheidung der Regierung, die Zahlungen Mitte dieses Monats einzustellen. Die neuen Forderungen gingen in den acht Wochen vor diesem Termin ein. Die zuständige Behörde hat seit ihrer Gründung im Jahr 2002 rund 18.000 Meldungen bearbeitet. Ausgezahlt wurden bislang 1,05 Milliarden Euro an Entschädigungen.

Quelle: ntv



 

von Klausheidekinder
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Wednesday, 17. august 2011 3 17 /08 /Aug. /2011 18:10

Hurra der Papst ist da ..

Nur den Missbrauchten durch der  Kirche Geistlichen kommt er der Frontman des Opus Dei nicht nah (!) Schwadroniert stattdessen - von guten und bösen Fischen ..
*BLABLABLA*


Unfassbar - Ihm tun nur die bösen bösen Kleriker leid ..

NUR indirekt bezieht er sich auf die Missbrauchsfälle, wehrt aber auch ab. Seine Stimme ist leise. Er spricht von der leidvollen Erfahrung, «dass es in der Kirche gute und schlechte Fische, Weizen und Unkraut gibt». Er warnt, dass «der Blick auf das Negative fixiert bleibt» und sich somit der Blick für «das große und schöne Mysterium der Kirche» nicht mehr erschließe. Kein Wort an die ehemalige von Priestern und Patern sexuell missbrauchten Menschen. *Pfui und nochmals Pfui". Seine große Angst ist also nur die, dass der Ruf de katholischen Kriche noch lange leidet. Nicht etwa darvor,dass es den Missbrauchsopfern schlecht gehe. Mir wird schlecht bei diesem Clown & Popapst!


Hallo Herr Ratzinger: Hören Sie gut zu was Prof. Kappeler zu Wort bringt:

 

 




Ralf - zur Erinnerung, so wie es in diesem nachfolgend sehr anschaulichen Video abgeht ging es damals im Salvatorkolleg ab. Gabriel, Martin und Co schlugen ne harte Kelle. Vincent und Co taten sich nicht schwer - Gründe zu finden - mit uns Kindern allein zu sein. Hab ich gekotzt ..

 

 


 

 



Allein, dass sich dieser „Bischof MIXA“ in Freiburg unter die Bischöfe mischen durfte ist ein Skandal. Und auch, dass der sex. Missbrauch an ehemaliger Kolleg-, Klosterschüler und Heimkinder und kleingehalten werden sollte. Dazu kein Wort vom Ratzinger. Die Kurie wacht offenbar streng über den Frontmann des „OPUS DEI“

Das belegt die Tatsache, dass von ganz oben der ARD und dem ZDF „befohlen“ wurde, während des Papstbesuches im „Fragment-Staat BRD“,  jedwede Berichterstattung über der sexuellen Missbrauch an Kolleg und Klosterschülern in den 60er Jahren zu unterlassen.

Deshalb ist auch dem Unsinn dieses Papstes -(sinngemäß) Man solle sich jetzt nicht so viel um den vergangenen Missbrauch kümmern sondern um zukünftige Prävention? Die Kirche wolle alles tun solche Täter zu bestrafen. Bestrafen? Offensichtlich soll die Hunde den Wurstvorrat bewachen.

Dazu: Einer der Salvator Ordensbruderschaft sitzt in einer Luxus-Altenheim zu Berlin und fristet - mit sehr hoher Rente bestückt und allen Annehmlichkeiten - sein Rentendasein. Nebenbei wurde er auch noch für den Missbrauch seiner Schutzbefohlenen mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet.

Ein Schlag ins Gesicht sind die 5000 Euro die jedem geschundenen Heimkind gezahlt werden sollen – frei nach Motto: „Hier habt ihr  – und nun haltet endlich die Klappe. Das ist es was man dem Besuch des Papstes und seinen Worten zum Missbrauch entnehmen konnte.

Und ob es stimmt, dass sich der Vatikan-Politiker Benediktus mit Missbrauchsopfern traf ist zumindest anzuzweifeln:

 

Hat er sich aber tatsächlich mit ehemaligen Heimkindern getroffen, darf die Frage erlaubt sein, nach welchen Kriterien dort die Betroffenen ausgesucht wurden. Waren es jene die wenig bis gar kein Geld von der Kirche beantragten oder waren es die – die vom päpstlichen Geld-Zuschlag erfuhren?

Allein die Begrifflichkeit  der Papst traf "Handverlesene Missbrauchsopfer"  .. ist ein Skandal erster Güte; Oh je .. Herr Jemineeee.

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Zum Missbrauch spricht Ralf Liebethrut vor dem brasiliansichen Fernsehn. Ralf L. war ein pfiffiger Zeit- und Leidensgenosse und in den Jahren 1964 - 1970 mein Gruppenfeund. Auf Ralf war jedweder Verlass .Mit ihm und noch drei anderen Jungen "flüchtete" (auf Walze) ich 1968 wegen der schlimmen Zustände jener Zeit aus dem Salvatorkolleg.



 

 

 

Beachtet die neuen Fotos von Rüdiger - die er bereit war (schlechte Qualität ist Absicht :-)) einzustellen bzw. einstellen zu lassen. Siehe im Seitenbereich.

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http://monalisa.zdf.de/ZDFde/inhalt/11/0,1872,8126731,00.html        

 

Der Mann, der sein Gedächtnis verlor

Ein langer Weg zurück zu sich selbst

 

Seine Geschichte steht inzwischen in einem Buch: Jonathan Overfeld, der Mann ohne Gedächtnis. Sein Leben, sagt er, sei ihm entfallen wie anderen ihre Telefonnummer. Die Stadt, in der er die letzten Jahre gelebt hat, war im plötzlich völlig fremd; jedes Gesicht ebenso - auch das von Jutta Droste, der Frau, mit der Jonathan immerhin ein halbes Leben verbracht hat. Jede Erinnerung daran - wie ausgelöscht.

 

Für Jutta, die langjährige Lebensgefährtin, ist dies kaum zu begreifen. Denn für sie sei er ja immer noch der Mensch, der er immer war und nicht plötzlich ein anderer. Das Leben mit ihm, sagt sie, sei in all den Jahren nie einfach gewesen, bis zum jenem Tag vor mehr als fünf Jahren: Im April 2005 wurde in Hamburg ein obdachloser Mann in die Psychiatrie eingeliefert. Er wusste seinen Namen nicht, wusste nicht, wer er ist und woher er kommt. Ein Mann ohne Gedächtnis.

 

Mühsamer Weg zurück

 

In Berlin war Jutta Droste außer sich vor Sorge. Jonathan, ihr Freund, war plötzlich spurlos verschwunden. Sie gab eine Vermisstenanzeige auf mit seinen unverwechselbaren Merkmalen: Jonathan hat verkrüppelte kleine Finger. Und tatsächlich konnte man ihn dadurch identifizieren. Die Diagnose: Der damals 55-Jährige litt unter Amnesie, einem totalen Gedächtnisverlust. Von Hamburg wurde er in die Berliner Charité verlegt. Nach einigen Wochen dort kehrte er zurück in seine Wohnung und versuchte, anhand der wenigen Fotos, die er hat, sich zu erinnern.

Jonathan Overfeld.

 

Jonathan Overfeld versucht sich zu erinnern

 

Wer ist er? Was war geschehen? Auf einem Foto ist Jutta mit ihrem Hund zu sehen. Aber wer ist sie? Da Jonathan psychisch nicht stabil war, rieten seine Therapeuten von einer Begegnung mit der Freundin ab. Und auch Jutta war verunsichert, zu oft hatte Jonathan sie belogen und immer wieder bestohlen. "Er war am Ende, ich war am Ende und ich hab mich daraufhin von ihm distanziert. Zum einen, um wieder zur Ruhe zu kommen, zum anderen, weil ich dachte, wenn ich ihn nicht mehr auffange, hat er vielleicht die Bereitschaft, sich therapieren zu lassen", erzählt sie.

 

 

Über das Krankheitsbild

 

Bei Jonathan Overfeld liegt eine so genannte Fugue vor. Der Begriff stammt aus dem Französischen. Damit einher geht ein plötzliches unerwartetes Weggehen von zu Hause oder vom gewohnten Arbeitsplatz, verbunden mit der Unfähigkeit, sich an seine eigene Vergangenheit zu erinnern. Es ist wie eine Flucht vor einem Leben, das zur Bedrohung wurde. Die Hirnforschung weiß heute, dass das Gehirn über ganz unterschiedliche Gedächtnissysteme verfügt. Nicht alle fallen bei einer Amnesie aus. Das, was im Bewussten tausende Mal geübt oder getan wird, sinkt ganz tief ins Unbewusste, ist dort fest verankert und in Millisekunden aufrufbar. Daher konnte Jonathan Overfeld zum Beispiel schreiben, rechnen und auch Klavier spielen, obwohl er nicht weiß, wer er ist, wie er heißt und woher er kommt.

 

Lange verdrängte Bilder

 

Jonathan begab sich auf eine Reise zu sich selbst. Gemeinsam mit Kuno Kruse, einem Journalisten, versuchte er Bruchstücke seiner Vergangenheit zu finden, um sie zusammenzufügen. Sie studierten Akten, trafen Menschen, die Jonathan früher kannten. Doch die Erinnerung kam nicht zurück. Schließlich wurde bei einer neurologischen Untersuchung klar, warum: Areale seines Gehirns, in denen das persönliche Erinnern stattfindet, sind nicht aktiv.

Die Suche zu sich ist für Jonathan ein mühsamer Weg, aber durch Assoziationen tauchen nach und nach Bilder auf, Bilder von Missbrauch und von Vergewaltigungen, denen er als Kind in verschiedenen Heimen ausgeliefert war. Bilder, die er jahrzehntelang verdrängt hatte und die sich seiner jetzt bemächtigen: "Sobald mir jemand körperlich zu nah kommt, auf sexueller Ebene, habe ich diese Bilder wieder vor mir, diese Bilder dieser schrecklichen Nonnen und Priester von früher."

Schlüsselreize, so genannte Trigger, holen Jonathans Kindheitstraumata wieder hervor. Etwa am Klavier, dann sind sie wieder da: die Erinnerungen, wie er als kleiner Junge nach dem Klavierunterricht vergewaltigt wurde, immer wieder, monatelang. All das hatte er verdrängt. Aber jetzt endlich kann sich der 60-Jährige schonungslos seiner Vergangenheit stellen und er will alles wissen: "Ich bin zu alt, um neu anzufangen. Ich muss da weitermachen, wo ich stehe. Aufklären, aufarbeiten und damit leben, was passiert ist."

 Und auch Jutta, die in all der Zeit zu ihm gehalten hatte und ihn heute wieder täglich sieht, wünscht ihm, dass er die Vergangenheit hinter sich lassen, sich auf das Hier und auf die Zukunft konzentrieren kann. Jonathan sagt, er wolle nicht aufhören zurückzublicken. Denn seine Reise zu sich selbst sei noch lange nicht zu Ende.

 

Cover von "Der Mann, der sein Gedächtnis verlor".

Quelle: Hoffmannn und Campe Verlag

 

 

Kuno Kruse:

Der Mann, der sein Gedächtnis verlor

Hoffmann und Campe Verlag, 2010

ISBN 978-3455501599

 

Kuno Kruse hat mit Jonathan Overfeld zusammen nach seiner Vergangenheit gesucht und die spannende Geschichte lesenswert aufgeschrieben.

 

von Klausheidekinder
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Sunday, 17. july 2011 7 17 /07 /Juli /2011 12:30

Herzlich willkommen Norbert.

 

Norbert Müller - von 1966 - 1970 im Salvatorkolleg - war ein begnadeter Fussballspieler der nicht nur von den Brüdern Masaneq immer wieder ausgelobt wurde - welche seine Fussballerische Leistung immer wieder unterstrichen - sondern der auch von großen und kleinen Fussballvereinenumworben wurde weil sie dringend an dem Fussballzauberer interssiert waren. Seine Mißbrauchsgeschichten sind bestens dokumentiert und haben Geschichte im SKK geschrieben. Alles aktenkundig. Leider haben die Klausheider Salvator-Täter junge Talente dermaßen vernichtet, dass "Pico "und andere - später nie wirklich von ihrem Können profitieren konnten.

Pico Müller ist über viele Umwege nun auch Teil der Klausheidekinder Seite und seinen Missbrauch habe ich als Augenzeuge mit anhören und mit ansehen müssen. Wenn ein Fall des sexuellen Missbrauchs im SKK bekannt wurde - dann der Fall der N. Müller - Seine Peiniger hießen ****, Pater Vincent, Pater/Bruder Clemez, Pater Wilhelm o.ä.. Erstgenannter wurde von der Nonne Hermegildis in flagranti erwischt.

 

Wer Pico kennenlernen möchte schaue sich seine Seiten an die voller Lyrik und Geschichten, Romane und Dokumentationen sind .. Danke Norbert.

 

LG Peter R.

 

 

http://netzraum.de/auge/lesesaal/bester/bester3.html

 

http://www.librarything.com/work/3519794

 

 

 

 

von Klausheidekinder
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Thursday, 24. march 2011 4 24 /03 /März /2011 17:59

 


 

 

 

 

 

 

 

Rechtsanwalt Lenzen vertritt einige Opfer der katholischen Kirche

 


 

 

 

 


 

Jonathan Overfeld im Gespräch beim MDR


 

 

 

 

 
von Klausheidekinder
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Friday, 18. february 2011 5 18 /02 /Feb. /2011 16:53

link  http://www.news4press.com/quotPater-Squot-und-das-Zoelibat_557931.html

 


"Pater S." und das Zölibat

"Missbrauch in der Kinderheimen an der Tagesordnung"

 

 

(News4Press.com)



Unter Heimerziehung wird die Hilfe zur Erziehung in einer Einrichtung verstanden, in der Kinder und Jugendliche über Tag und Nacht pädagogisch betreut werden, um sie durch eine Verbindung von Alltagserleben mit pädagogischen und therapeutischen Angeboten in ihrer Entwicklung zu fördern. Der Ursprung der heutigen Heimerziehung liegt in dem klassischen Kinderheim, sie hat sich aber wesentlich weiter entwickelt. Der reine Fürsorgegedanke wurde durch das Partizipationsprinzip abgelöst. Für einen Großteil der Bevölkerung stellt das Kinderheim noch immer die klassische Jugendhilfemaßnahme dar. Erst in letzter Zeit hat sich die Assoziationskette Jugendamt- bzw. Jugendfürsorge-Heim gelockert.

Im November 2008 empfahl der Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages, einen Runden Tisch einzurichten, der die Geschehnisse in der Heimerziehung im westlichen Nachkriegsdeutschland unter den damaligen rechtlichen, pädagogischen und sozialen Bedingungen aufarbeiten sollte. Der Petitionsausschuss drückte aus, dass er das erlittene Unrecht und Leid, das Kindern und Jugendlichen in verschiedenen Kinder- und Erziehungsheimen in der alten Bundesrepublik in der Zeit zwischen 1945 und 1975 widerfahren sei, sehe und erkenne und dass er es zutiefst bedauere.

Nachdem sich der Deutsche Bundestag der Empfehlung angeschlossen hatte, richtete die Bundesregierung den Runden Tisch Heimerziehung in den 50er und 60er Jahren unter dem Vorsitz der Bundestagsvizepräsidentin a.D. Dr. Antje Vollmer ein. Der Runde Tisch soll die Hinweise auf das Unrecht, das Heimkindern zugefügt worden ist, prüfen. Er soll die gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und gesundheitlichen (organischen oder psychischen) Folgen der Heimerziehungspraxis aufarbeiten und die Kommunikation zwischen den Betroffenen und den „Nachfolge“-Organisationen der damaligen Heimträger fördern sowie Kontakte zur individuellen Bearbeitung von Heimbiographien herstellen. Darüber hinaus soll der Runde Tisch der Information ehemaliger Heimkinder dienen und psychologische, soziale oder seelsorgerische Beratungsangebote der beteiligen Institutionen und Organisationen an ehemalige Heimkinder bei Bedarf vermitteln. Schließlich sollen Kriterien zur Bewertung der Forderungen ehemaliger Heimkinder entwickelt werden und mögliche Lösungen aufgezeigt werden.

Dem Runden Tisch gehören Vertreter der ehemaligen Heimkinder an, ferner Vertreter des Bundestages, der Bundes und der Länder, der Jugendämter, der staatlichen, kirchlichen und nicht konfessionellen Träger der Erziehungsheime, beteiligt sind daneben Jugendinstitute und Wissenschaftler. Rechtsträger des Runden Tisches ist der Verein Vorstand der Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe e.V.

"In den 50er, 60er und 70er Jahren war der körperliche und sexuelle Missbrauch in allen Kinderheimen an der Tagesordnung". Als ich diesen Satz aus dem Mund einer Mitarbeiterin eines Kinderheimes in NRW hörte, wusste ich nicht ob ich vor lauter Wut weinen oder schreien sollte. Liest man die Berichte über Priester und Nonnen, die als Täter und Täterinnen überführt wurden, dann kommt noch die Uneinsichtigkeit dazu: "Ich wollte doch nur lieb und zärtlich sein. Kein Kind habe ich zu etwas gezwungen." Ein Priester jedoch brachte es auf einen wesentlichen Punkt: "Solange es das Zölibat gibt, solange werden Kinder missbraucht."

Nicht nur die Täter - auch diejenigen die wissend Missbräuche vertuschten - gehören auf die Anklagebänke. Wer Täter schützt, der vergewaltigt die Kinder ein zweites Mal. Das viele Täter verstorben sind macht die Schuld nicht kleiner. Die Bundesregierung ist gefordert die unsäglichen Verjährungsfristen bei sexuellem Missbrauch zu verändern. Wenn Mord nicht verjährt, dann kann auch der langsame Tod der missbrauchten Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen nicht verjähren. Wer um die Silberlinge einer finanziellen Entschädigung mit den Opfer schachert, der sollte sich zutiefst schämen.

Heinz L. ist ein Fall von vielen tausenden anderer Fälle, die jahrzehntelang verschwiegen und vertuscht wurden. Niemand konnte sich vorstellen, dass ausgerechnet "Männer und Frauen Gottes" reihenweise Kinder körperlich und sexuell missbrauchen: Was nicht sei durfte, das war auch nicht so. Lesen Sie eine weitere Schicksalsgeschichte eines Menschen.

Mein Name ist Heinz L. und ich bin im Januar 1948 geboren. Ich kam mit acht Monaten vom 29.09.1948 bis 16.07.1957 in ein Kinderheim in Mönchengladbach, Engelbleckerstrasse 55. Dieses Heim wurde von der Diakonie geleitet. In diesem mussten wir stundenlang in Reihen auf dem Töpfchen sitzen. Schläge gab es für jede Kleinigkeit, ins Gesicht oder auf den Po. Erbrochenes Essen musste wieder gegessen werden. Nachdem ich mit neun Jahren für das Heim nicht mehr tragbar war ging es für fast ein Jahr in das Don Bosco Kinderheim in Viersen Helenabrunn bis zum 22.05.1958. Dieses Kinderheim wurde von Nonnen der Augustinerinnen / Emmaculata geleitet. Mit 10 Jahren kam ich für ein Jahr wieder nach Hause. Das war vom 23.05.1958 bis 18.03.1959. Das Heim wollte mich nicht länger haben.

Meine Mutter konnte mit dem total zerstörten Jungen auch nicht mehr umgehen und so kam ich mit elf Jahren am 19.03.1959 nach Urft in die Eifel ins Hermann Josef Haus. Hier der Bericht vom Hermann Josef Haus über mich bei der Einlieferung:
„Heinz war von seiner Geburt an fast immer in Kinderheimen, die Mutter hatte sich nie allzuviel um ihn gekümmert. Als er zu schwierig wurde hat man ihn zur Mutter entlassen, diese arbeitete aber den ganzen Tag und Heinz war sich selbst überlassen.“

Dort blieb ich bis zum 29.06.1962. Also 3 Jahre und 3 Monate. In Urft war ich in der Christopherusgruppe unter Schwester Adelheid im Altbau. Oben auf dem Dachspeicher war eine Zelle eingerichtet worden. In der nur eine Matratze mit einer kratzigen Decke war. In dieser Zelle war es im Sommer zu heiß und im Winter viel zu kalt, wenn wir da eingesperrt wurden. Ein halb gefüllter Eimer mit Wasser diente der Notdurft, ansonsten war die Zelle leer. Da war ich mal gerade 12 Jahre alt. Bettnässer haben immer Prügel bezogen, wenn sie ins Bett gemacht haben. Das passierte mir auch manchmal. Prügel gab es auch für Widerworte und ganz viel Prügel gab es für Gotteslästerung. Wir sind nach der Schule mit Arbeit übersät worden, Kuhstall reinigen, Schweine füttern und Kartoffel schälen waren unsere Aufgaben.

Jeden Tag, also morgens vor dem Frühstück, gingen wir in die Kapelle des Kinderheimes Herman Josef Haus. Ein Salvatorianer Pater aus Steinfeld, hielt die Messe ab und wohnte auch im Heim. Beim Fußballspiel bekam ich mal den Ball in den Unterleib und der Salvatorianer sagte zu mir, ich müsse zu ihm kommen, damit er mich untersuchen kann. So fing der sexuelle Missbrauch an. Ich saß auf seinem Schoß und er rieb sein Teil an meinem Körper. Einmal hatte ich den erigierten Penis auch in der Hand. Sein stöhnen geht mir bis heute nicht aus dem Sinn. Auch seine Alkoholfahne war für mich unerträglich. Sein Name war Pater S. M. Er massierte auch anderen Heimkindern gerne die Hoden nach dem Fußballspiel bei einer Verletzung. Hans-Günter H. kann den sexuellen Missbrauch im Heim bestätigen, denn auch seine Hoden wurden massiert. Unser erster Erzieher hieß damals Herr Haas. Unsere Lehrerin war eine kleine, alte Nonne, die besonders gerne zuschlug. Schwester Adelheid hatte sehr starken Mundgeruch gehabt. Als ich sie darauf ansprach bezog ich feste Prügel. Frag nicht nach Sonnenschein!

Anschließend war ich noch im Erziehungsheim Fichtenheim bei Krefeld, der vom (Landschaftsverband Rheinland) LVR Köln betrieben wurde. Eine Lehre habe ich da angefangen, aber nicht zu Ende geschafft. Herr Jansen, ein Erzieher vom LVR, schlug mir mit seinem schweren Schlüsselbund auf mein rechtes Ohr und zerstörte dabei einige Nerven. Mein leben lang litt ich an Hörverlust. Nach meiner zerstörerischen Heimzeit habe ich auf privatem Wege doch noch am 17.08.1965 meine Metzgerlehre fertig gemacht und danach mehr als 30 Jahre als Metzger gearbeitet. Heute bin ich Frührentner und kann einfach meine misshandelte Kindheit nicht vergessen. Seid einem halben Jahr bin ich in Therapie wegen PTBS. Danke Deutschland.

Die in dem Artikel aufgeführten Einrichtungen sind gebeten worden Stellung zu nehmen. Nur Direktor Wilhelm Schomaker vom Hermann-Josef-Haus Urft in Kall-Urft hat sich geäussert. Auch das Schweigen sagt etwas über Menschen aus.

"Gerne bestätigen wir, dass Herr Laumen in der Zeit von 1959 bis 1962 im Hermann-Josef-Haus in Urft lebte. Herr Laumen ist mir persönlich aus mehreren Begegnungen und Gesprächen bekannt. Die von Herrn Laumen vorgetragenen Vorwürfe wurden von uns sehr ernst genommen und mit ihm gemeinsam, soweit als möglich, aufgearbeitet. Hinsichtlich der Vorwürfe gegen Pater S. fand zudem ein gemeinsames Gespräch mit dem Ordenbeauftragten der Salvatorianer statt. Die Gesprächsergebnisse wurden gemeinsam protokolliert und Herrn Laumen übergeben. Die Staatsanwaltschaft wurde bei Ermittlungen unterstützt. Wir stehen seit vielen Jahren für alle Anfragen ehemaliger Heimkinder umfänglich zur Verfügung. Wir sehen die Not und das Leid vieler ehemaliger Heimkinder aus diesen Jahrgängen. Wir unterstützen die Aufarbeitung nachdrücklich. Dazu stehen wir auch in regelmäßigem Kontakt mit den Spitzenverbänden und mit Vertretern des Runden Tisches in Berlin, von dessen Arbeit wir uns eine gesamtgesellschaftliche Anerkennung und Würdigung der Anliegen ehemaliger Heimkinder erhoffen."

So sehr die Menschen mit großem Engagement Kinder aus der 3. Welt adoptieren. So sehr haben die Kinder in unseren Kinderheimen die Chance verdient, dass sich eine liebevolle und gütige Familie um sie kümmert. Wenn Sie sich noch einmal das Foto zu meinem Bericht von "Pater S." anschauen, dann denken sicherliche viele Mitmenschen: "Der sieht doch so liebvoll und seriös aus, der soll ein Kinderschänder sein?". Wer auch nur eine Kinderseele rettet, der rettet seine eigene Seele. "Pater S." und alle anderen Täterinnen und Täter haben längst ihre Seelen verloren und niemand kann ihnen vergeben.

 


freier Journalist EPF
Johannes Schumacher
Am Stadtrain 28a
41849  Wassenberg 

 

von Klausheidekinder
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Freitext

 

Er saß eines Tages auf einer Bank in Hamburg und wusste nicht, wo er war. Und auch nicht, wer er war.

Jonathan Overfeld ist sein Leben entfallen wie anderen eine Telefonnummer. Fugue, so nennen Psychiater diese durch Furcht ausgelöste Form der Amnesie. Gemeinsam mit dem Journalisten Kuno Kruse begibt er sich auf die Suche nach seiner Vergangenheit und findet eine von Schlägen und Vergewaltigung geprägte Kindheit in katholischen Heimen.
Jonathan Overfeld kann rechnen, schreiben, liest die Wirtschaftsseiten der Zeitung. Am Klavier spielt er Mahlers 3. Sinfonie aus dem Kopf. Aber er betritt seine eigene Wohnung wie die eines Fremden und sagt: So kann man doch nicht leben. Er ist allein, weil er kein Gesicht mehr erkennt, nicht einmal das seiner Freundin. Menschen mit Fugue reisen wie Schlafwandler von einer Stadt in die andere und wissen nicht, warum, woher sie kommen und wohin sie wollen. Umso einer Wirklichkeit zu entfliehen, die zur Bedrohung wurde. Die Spur der Angst führt Jonathan Overfeld und Kuno Kruse über Zockerbuden des Berliner Rotlichts zurück zu einer geschändeten Jugend in christlicher Obhut dem damaligen Salvatorkolleg Klausheide.

 


Folterstätte Salvatorkolleg Klausheide b. Paderborn

Das Ex Heimkind Theo erzählt: ..

In den 1960er Jahren - bis in die 1979 Jahre wurden Kinder im Salvator Kolleg Klausheide, das liegt in der Nähe von Paderborn, dessen Schutzdiözese ist das Erzbistum Paderborn, systematisch zur Arbeit gezwungen, dauergeprügelt bis zur Ohnmacht, psychisch und physisch gefoltert und gedemütigt, misshandelt und sexuell missbraucht ...

 

Ausbeutung der Heimkinder im Salvatorkolleg Klausheide

Viele ehemalige Heimkinder wurden nach dem Krieg in Heimen gefercht und dort ausgebeutet und misshandelt. Eines der berüchtigsten Heime war das Salvatorkolleg Klausheide b. Paderborn

  

O-Ton, Pater Alfons Minas, Salvatorianer: »Hier, in der Reihe, stand ein Transportband. Die Lampenteile wurden zusammengebaut, und dann wieder hat die Firma Hella sie abgeholt, wenn sie fertig waren.«

Tausende Akten von Heimkindern hängen im Archiv des Heims. Tausende dürften gearbeitet haben für Konzerne wie Hella. Als Pater Minas 1971 Direktor des Heims wurde, kündigte er die Zusammenarbeit mit dem Unternehmen aus dem westfälischen Lippstadt. Hella sei darüber nicht begeistert gewesen. 

O-Ton, Pater Alfons Minas, Salvatorianer: »Ich denke, dass wir auch finanziell Vorteile davon hatten.«

Frage: Inwiefern?

O-Ton, Pater Alfons Minas, Salvatorianer: »Ja, dadurch das die Arbeit im Heim, die hier geleistet worden ist, etwas kostengünstiger war, als wenn sie die Arbeit in Lippstadt, in eigener Regie hätten durchführen müssen.«

Frage: Bedeutet das für Sie, dass Hella eine moralische Verpflichtung hätte, die Leute entschädigen müsste?

O-Ton, Pater Alfons Minas, Salvatorianer: »Mit einen Beitrag zu leisten, dass die Leute entschädigt werden können.«

Etliche Konzerne zählen ehemalige Heimkinder im Internet auf, für die sie arbeiten mussten: große Namen aus dem Wirtschaftswunderdeutschland. Auf Nachfrage von REPORT MAINZ lassen sie wissen, dass es keine Unterlagen mehr aus der Zeit gäbe. Hella gehört heute zu den größten Automobilzulieferern weltweit. Von der Heimkinderproblematik will man hier allerdings noch nie etwas gehört haben.

O-Ton, Ulrich Köster, Hella-Pressesprecher: »Diese Ergebnisse und Erkenntnisse sind für uns neu. Deswegen können wir sie auch nicht bewerten.«

Frage: Gibt es da eine moralische Verpflichtung jetzt zu reagieren und unter Umständen auch Entschädigungen zu leisten?

 

 

 

 

 

   

Sinead O'Conners Protestvideo gegen den Missbrauch von Kindern in der katholischen Kirche

 


 

Als Kind wurde Sinead O’Conner  nach eigenen Angaben von ihrer Mutter regelmäßig körperlich misshandelt. Ihr Song "Fire on Babylon" handelt von den Folgen ihrer eigenen Misshandlung.

1991 lehnte sie vier Grammy Awards ab.


Weiterhin sorgte O'Connor mit ihren kontroversen Auftritten und Aussagen für die unterschiedlichsten Reaktionen, indem sie zum Beispiel mit der IRA sympathisierte und die klerikale katholische Kirche ablehnte. Bei einem Auftritt am 3. Oktober 1992 in einer Sendung von Saturday Night Live zerriss sie vor laufenden Kameras im amerikanischen Fernsehen ein Bild von Papst Johannes Paul II. Bei diesem Auftritt sang sie Bob Marleys Lied War, ersetzte jedoch das Wort 'racism' durch 'child abuse'. Sie protestierte damit gegen die Leugnung von Kindesmissbrauchsfällen in der katholischen Kirche. Damals zog sie sich für kurze Zeit wegen gesellschaftlichen Anfeindungen aus dem Musikgeschäft zurück und begann in Dublin ein Studium des Operngesangs.


 


 
 
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